Neuigkeiten

Diese Seite zeigt Ihnen alle Neuigkeiten aus dem facettenreichen Schulalltag des Bertolt-Brecht-Gymnasiums.

Vom 15. bis 19. Oktober 2018 begaben wir uns – die 5 Sprachtutorien (Englisch, Französisch, Latein, Russisch und Spanisch) der  gesamten 12. Jahrgangsstufe des Bertolt-Brecht-Gymnasiums mit unseren Tutoren - auf die Kursfahrt nach Amsterdam. Per Reisebus starteten wir am Morgen in Brandenburg an der Havel gut gelaunt und mit lautstarkem Gesang des Hits „Komm, wir fahren nach Amsterdam“ und kamen am späten Nachmittag an unserem Jugendhostel in Amsterdam an.
Den ersten Tag nutzten wir, um uns im Hostel einzurichten und anschließend die Umgebung zu erkunden. Mit einem gemeinsamen Abendessen schlossen wir unseren Ankunftstag ab.
Am zweiten Tag unserer Kursfahrt trafen wir uns vormittags an unserem Bus und machten eine etwa 2 stündige Stadtrundfahrt, in der uns ein Reiseleiter über die Sehenswürdigkeiten, Architektur der Gebäude, der Kultur und vieles mehr informierte. Auch während der Stadtrundfahrt wurde der „Kurshit“ „Komm, wir fahren nach Amsterdam“ textsicher und zur Freude des Reiseleiters und Busfahres mehrfach gesungen. Die Rundfahrt endete mit dem Besuch einer Käserei, bei der wir die unterschiedlichsten Käsesorten, die nach ökologischen Gesichtspunkten in einer Manufaktur hergestellt wurden, verkosten durften. Jeder hat einen oder mehrere runde Käsesorten als „Souvenir“ mit nach Hause genommen. Eine Schülerin von uns fertigte sogar unter fachkundiger Anleitung einen Holzschuh an. Nach Beendigung der Stadtrundfahrt konnten wir das Rijksmuseum oder das Van Gogh-Museum besuchen und anschließend auf eigene Faust die Stadt erkunden, shoppen gehen oder Anderes machen, worauf wir Lust hatten.
Abends ging es für uns in das Anne Frank Haus. Dort konnte man sehen, unter welchen Umständen Anne Frank und ihre Familie versteckt leben mussten. Für uns Schüler war es sehr interessant, da wir durch diese Besichtigung unser erlerntes Wissen aus dem Geschichtsunterricht noch besser nachvollziehen konnten.
An Tag 3 begaben wir uns am Vormittag auf eine ca. 1- stündige Grachtenrundfahrt, bei der uns aus der Perspektive des niedrigen Flusses, auf welchem wir uns befanden über die Geschichte und besonders Architektur Amsterdams berichtet wurde. Am Nachmittag teilte sich unser Jahrgang auf.
Einige unserer Gruselfanatkier trauten sich, das Amsterdamer Dungeon zu erkunden. Es erwartete uns eine Menge Spuk im Keller des Dungeons. Die unterschiedlichsten Charaktere von Pirat bis zum Pub-Besitzer erzählten uns ihre grausamen Geschichten und berichteten uns über den Serienkiller Black Jan. Nachdem wir durch den Wald der Toten kriechen mussten und das Spiegelkabinett überwunden hattenen, durften alle Volljährigen ein Heinecken Bier im verfluchten Pub als gelungenen Abschluss genießen. Alle Charaktere wurden sehr gut rübergebracht und wir hatten viel Spaß. Wir empfehlen diese Erfahrung jedem, der Amsterdam besuchen will, jedoch ist es nichts für schwache Nerven.
Der andere Teil unseres Jahrgangs besuchte Madame Tussauds Wachsfigurenkabinett. Dort konnten wir viele detailgetreue Wachsfiguren von international berühmten Persönlichkeiten aus allen Branchen bestaunen und uns mit unseren Lieblingsstars aus den Kategorien Musik, Film, Fashion, Politik und vielen mehr fotografieren lassen. Als Sonderausstellung konnten wir uns die bekanntesten Figuren des Marvel Cinematic Universums anschauen, darunter waren zum Beispiel Iron Man, Captain America und der unglaubliche Hulk.
Am Abend ließen wir uns alle das reichhaltige Menü im Hard-Rock-Café von Amsterdam schmecken.
Am 4. Tag ging es für uns nach Rotterdam. In der Hafenstadt genossen wir das schöne Wetter bei einer Rundfahrt mit dem Schiff, bei der uns vieles über die Stadt und natürlich auch den Hafen berichtet wurde. Nach dieser entspannten Fahrt fuhren wir zum Euromast, einem 185 Meter hohen Aussichtsturm. Auf der obersten Plattform angekommen, hatten wir einen unglaublichen Ausblick über Rotterdam. Für die mutigen von uns ging es sogar noch höher. In einer rotierenden Gondel konnten die Schüler ca. 85 weitere Meter nach oben erklimmen, um noch weitaus mehr sehen zu können. Danach folgte der letzte Abend in Amsterdam, welchen wir gemeinsam mit den Lehrern ausklingen ließen, bevor es am nächsten Morgen mit dem Bus zurück nach Deutschland ging.
Abschließend war es eine sehr gelungene Abschlussfahrt, in der wir viel Neues lernten und viel Spaß hatten.    


Laura Gudat, Lisa Piekarz, Lee-Ann Hartwig, Antonia Müller, Max Falkuß, Jeremy Büchner, Moritz Heiert (Jgst. 12 des Bertolt-Brecht-Gymnasiums), 05.11.2018

Am 17.10.2018 machte sich das Tutorium 11 Deu 1 auf nach Berlin, um nahe des Alexanderplatzes an einem "Exit-Game" teilzunehmen. Ziel des Wandertags war, dass sich die Schülerinnen und Schüler des Anfang des Schuljahres neu zusammengesetzten Kurses untereinander näher kennenlernen. Darüber hinaus mussten sie bei dem Exit-Spiel zusammenarbeiten, um Hinweise in einem präparierten Raum zu finden, Rätsel zu lösen, Schlösser und Türen zu öffnen, mit dem Ziel, den Raum in einer vorgegebenen Zeit wieder verlassen zu können oder andere unheilvolle Katastrophen zu verhindern. Obwohl die Uhr gnadenlos tickte und manche Rätsel nicht sofort gelöst werden konnten und einiger Unterstützungs-Hinweise seitens der Spielleitung bedurften, absolvierten alle drei Teams "ihren" Raum erfolgreich und innerhalb der vorgegebenen Zeit. Das Ziel des Wandertags - nämlich die "Atmosphäre" im Kurs zu verbessern - ist aus der Sicht des Tutors mehr als erreicht worden. Nicht nur, dass alle Schülerinnen und Schüler pünktlich zur Abfahrt am Hauptbahnhof in Brandenburg erschienen und im Vorfeld das Eintritttsgeld bezahlten (um dessen Verwaltung sich Jonathan sehr zuverlässig kümmerte), auch die gelöste Stimmung nach den Spielen zeigte, dass das Tutorium 11 Deu 1 aus zuverlässigen Jugendlichen besteht, die einen respektvollen und kollegialen Umgang miteinander pflegen.

D. Sosna (Tutor)

Am 8.10.2018 nahm der Geografie-Leistungskurs der 11. Klasse des Bertolt-Brecht-Gymnasiums am Workshop: „Grünachse – Brandenburg-Nord, Uferzone am Silokanal“ teil. Hierbei wurde die Erneuerung des Abschnittes von der Marina am Silokanal bis zur Eisenbahnbrücke im Stadtteil Nord thematisiert. In diesem Unterrichtsblock durften die Schüler ihre Wünsche und Ideen den Planern Frau Hupe (Stadtplanungsamt Brandenburg), sowie drei Mitarbeitern des beauftragten Planungsbüros aus Berlin, hinsichtlich der Grünachse präsentieren und bekamen ein Feedback inwieweit dies umsetzbar ist. Somit entstand ein interessantes Konzept, an dem jede Generation teilhaben kann. An diesem Projekt hatten sowohl die Schüler, als auch die leitenden Planer sehr viel Spaß.
Ob letztendlich die produktivsten Ideen verwirklicht werden, können wir vielleicht sogar schon in einigen Jahren sehen.

Annika Krusche & David Papke, 15.10.2018

Am 19. September 2018 besuchten die Politikkurse der 11. Jahrgangsstufe des Bertolt-Brecht-Gymnasiums das Theaterstück „Heimatkleid“ im Brandenburger Theater.
Im Wesentlichen geht es in dem Stück um Claire, eine junge Frau, die nach Berlin in die Wohnung ihrer Schwester gezogen ist, um für den Hund zu sorgen und den gemeinsamen Fashion Blog "Modeopfer" weiterzuführen. Die Mitbewohner ihres Hauses gehören zu einem bunten Durcheinander verschiedener sozialer Schichten und Ethnien. Den Nachbarn von gegenüber, Tom Jauer, findet Claire sofort sympathisch und attraktiv, sie muss jedoch, bevor sie irgendetwas anderes macht noch zu einem von ihrer Schwester aufgetragen Interviewtermin bei dem Modelabel "Heimatkleid". Das Modelabel „Heimatkleid" wirbt damit, nur Kleidung aus 100-prozentig deutschen Stoffen und deutscher Produktion zu fertigen. Claire ist von der Idee begeistert, sie erfährt jedoch durch lautstarke Proteste von außen, wie zum Beispiel „Nazis raus!", dass nicht alle ihre Ansicht teilen. Trotz dessen stellt Claire das Modelabel bei ihrem nächsten Blog Update begeistert vor und präsentiert sich selbst in einem der Kleider. Auf den Beitrag folgen jedoch viele Kommentare, die nun auch sie als Nazisympathisanten darstellen. Von den Geschehnissen eingeschüchtert und von der Tatsache verwirrt, dass „Heimatkleid“ für rechtsgesinnt gehalten wird, hat sie nun Angst, da sie direkt bedroht wird. Während Claire noch mit den psychischen Folgen der Kommentare zu dem Blog Update zu kämpfen hat, haben die restlichen Bewohner des Hauses ein komplett anderes Problem: Müll im Hinterhof, zu dem sich niemand bekennen will. Doch schnell ist ein Sündenbock gefunden: der ebenfalls neu zugezogene syrische Flüchtling Al Sayed (obwohl es keinerlei Beweis gibt, dass er den Müll unrechtmäßig entsorgt hat). Hauptverfechter dieser These ist Tom Jauer, der Mitglied in einer rechtspopulistischen Partei ist und versucht, die anderen Bewohner im Haus mit seinem unscheinbaren rechten Gedankengut gegen Ausländer aufzuhetzen. Auf Jauers Einwirken hin beschließt man, Al Sayed bei einer Hausversammlung zur Rede zu stellen. Die eigentlich Schuldige Person, welche den Müll in den Hinterhof gestellt hat war jedoch die zeitgleich in das Haus gezogene Claire. Diese wird jedoch aufgrund ihrer Herkunft nicht verdächtigt. Bei dem Versuch Al Sayed zur Rede zu stellen, eskaliert die Situation und der vermeintlich sympathische und zivilisierte Tom Jauer entpuppt sich als gewaltbereiter und aggressiver Nazi.
Passend zu dem momentanen Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und rechtspopulistischem Gedankenguts in Deutschland und Europa, klärt das Stück den Zuschauer somit über die Gefahr des neuen rechtspopulistischen Trends auf, in dem der moralische Konflikt zwischen „rechts“ und „links“, den Claire durchlebt, auf eine sehr realistische Art und Weise dargestellt wird. Dem Zuschauer wird durch das offen gelassene Ende jedoch keinerlei Meinung bzw. keinerlei Schlussfolgerung aus dem Gesehenen aufgezwungen, was das Stück zu einem fruchtbaren Boden für eigene Interpretationen bzw. die Bildung von politischen Urteilen macht.

Felix Westphal, 27.09.2018

Am 19.09.2018 fuhren wir, der Geografie-Leistungskurs 11EK1, unter Leitung von unseren Fachlehrern Herr Holicki und Frau Breu, nach Berlin. Im Rahmen des Unterrichtes startete für uns an der Kulturbrauerei im Stadtteil Prenzlauer Berg eine geführte Fahrradtour durch die Landeshauptstadt zum Thema „Stadtentwicklung“. Nachdem alle Schülerinnen und Schüler nach der Organisation des Verleihs -zuzüglich Helm- startklar waren, begann zeitnah für den zuvor geteilten Kurs die geplante Fahrradroute.
Zu allererst erreichten wir die Hinterhöfe Berlins, die Auskunft über die damalige Verteilung der Bevölkerungsschichten gaben. Dabei unterstützten anschauliches Material und Bilder die informativen Erzählungen des Guides. Danach fuhren wir durch die Kollwitzstraße in Richtung der alten Stadtmauer. Währenddessen passierten wir die Zionskirche und machten Halt, um den Marthashof zu bestaunen. Dass dort vorwiegend wohlhabende Menschen wohnen, wurde deutlich, weil diese Wohnhäuser mit Toren abgegrenzt wurden und sehr modern erschienen. Diese Struktur ähnelt stark dem Aufbau von Gated Communities, mit dem Unterschied, dass der Hof sich zentral in einem Stadtteil befindet.
Im weiteren Verlauf ließen sich reichliche Neubauten in der damaligen Sperrzone erkennen, bis wir schließlich im Wedding einen Park erreichten, der vor geraumer Zeit einen Bahnhof darstellte. In dieser Hinsicht erfuhren wir, dass viele Bahnhöfe in der Zeit nach dem Mauerfall verschwanden.
Das Highlight der Führung schloss sich nach diesem Stopp an, denn wir befanden uns zwischen der Hinterlandsicherungsmauer und der alten Grenzmauer, die West- und Ostberlin einst trennten. Wo vor 30 Jahren noch Soldaten marschierten, berichtete unser Guide von eigenen Erfahrungen, über die Zeit vor und nach dem Mauerfall und wie sich die Stadt seitdem entwickelt hat.
Bevor wir nach 1,5 h eine kurze Pause beim Bäcker in Betracht zogen, zeigten sich alte, aber auch neuere Industriehäuser am Straßenrand, wie in vorausgegangenen Unterrichtsstunden gelernt, auf Merkmale der Industrialisierung hinwiesen.
Schon kurze Zeit später furhen wir entlang der Spree und konnten den Reichstag am anderen Ufer bestaunen, bis wir eine kleine Erhöhung erreichten und riesige Baustellen Berlins zum Vorschein kamen. Seit ungefähr 8 Jahren wächst die Bevölkerung stetig an, da z.B. Studenten, aber auch Familien neue Perspektiven hinsichtlich des Arbeitens oder des Studierens ergreifen möchten. Aus diesem Grund muss für neue Wohnmöglichkeiten gesorgt werden. Jedoch erklärte unser Guide, dass die Zahl der Bevölkerung noch vor einigen Jahrzehnten drastisch sank. Deshalb ist es ein sehr positiver Aspekt, dass die Entwicklung jetzt und in Zukunft voranschreitet.
Unser letztes Ziel stellte das Brandenburger Tor dar. Dort konnten wir gut die Urbanität erkennen und schon vorhandenes Wissen in Erklärungen mit einbauen. Von dort aus fuhren wir gemeinsam wieder zurück zur Kulturbrauerei, um uns noch einmal bei beiden Guides zu bedanken und ein Fazit zu ziehen.
Des Weiteren bestand die Möglichkeit, während der Tour Fragen zu stellen, wodurch wir für die anstehenden/selbstgeplanten Unterrichtsbausteine weitere Informationen sammeln konnten.
Vor allem das sonnige Wetter, trotz heißer Temperaturen, unterstützte die gelungene und abwechslungsreiche Exkursion. Gemeinsam erlangten wir neues Wissen, verbunden mit Bewegung und viel Spaß.

Vielen Dank an Herrn Holicki und Frau Breu, die diesen Ausflug ermöglichten.

25.09.2018