Am 19. September 2018 besuchten die Politikkurse der 11. Jahrgangsstufe des Bertolt-Brecht-Gymnasiums das Theaterstück „Heimatkleid“ im Brandenburger Theater.
Im Wesentlichen geht es in dem Stück um Claire, eine junge Frau, die nach Berlin in die Wohnung ihrer Schwester gezogen ist, um für den Hund zu sorgen und den gemeinsamen Fashion Blog "Modeopfer" weiterzuführen. Die Mitbewohner ihres Hauses gehören zu einem bunten Durcheinander verschiedener sozialer Schichten und Ethnien. Den Nachbarn von gegenüber, Tom Jauer, findet Claire sofort sympathisch und attraktiv, sie muss jedoch, bevor sie irgendetwas anderes macht noch zu einem von ihrer Schwester aufgetragen Interviewtermin bei dem Modelabel "Heimatkleid". Das Modelabel „Heimatkleid" wirbt damit, nur Kleidung aus 100-prozentig deutschen Stoffen und deutscher Produktion zu fertigen. Claire ist von der Idee begeistert, sie erfährt jedoch durch lautstarke Proteste von außen, wie zum Beispiel „Nazis raus!", dass nicht alle ihre Ansicht teilen. Trotz dessen stellt Claire das Modelabel bei ihrem nächsten Blog Update begeistert vor und präsentiert sich selbst in einem der Kleider. Auf den Beitrag folgen jedoch viele Kommentare, die nun auch sie als Nazisympathisanten darstellen. Von den Geschehnissen eingeschüchtert und von der Tatsache verwirrt, dass „Heimatkleid“ für rechtsgesinnt gehalten wird, hat sie nun Angst, da sie direkt bedroht wird. Während Claire noch mit den psychischen Folgen der Kommentare zu dem Blog Update zu kämpfen hat, haben die restlichen Bewohner des Hauses ein komplett anderes Problem: Müll im Hinterhof, zu dem sich niemand bekennen will. Doch schnell ist ein Sündenbock gefunden: der ebenfalls neu zugezogene syrische Flüchtling Al Sayed (obwohl es keinerlei Beweis gibt, dass er den Müll unrechtmäßig entsorgt hat). Hauptverfechter dieser These ist Tom Jauer, der Mitglied in einer rechtspopulistischen Partei ist und versucht, die anderen Bewohner im Haus mit seinem unscheinbaren rechten Gedankengut gegen Ausländer aufzuhetzen. Auf Jauers Einwirken hin beschließt man, Al Sayed bei einer Hausversammlung zur Rede zu stellen. Die eigentlich Schuldige Person, welche den Müll in den Hinterhof gestellt hat war jedoch die zeitgleich in das Haus gezogene Claire. Diese wird jedoch aufgrund ihrer Herkunft nicht verdächtigt. Bei dem Versuch Al Sayed zur Rede zu stellen, eskaliert die Situation und der vermeintlich sympathische und zivilisierte Tom Jauer entpuppt sich als gewaltbereiter und aggressiver Nazi.
Passend zu dem momentanen Aufstieg rechtspopulistischer Parteien und rechtspopulistischem Gedankenguts in Deutschland und Europa, klärt das Stück den Zuschauer somit über die Gefahr des neuen rechtspopulistischen Trends auf, in dem der moralische Konflikt zwischen „rechts“ und „links“, den Claire durchlebt, auf eine sehr realistische Art und Weise dargestellt wird. Dem Zuschauer wird durch das offen gelassene Ende jedoch keinerlei Meinung bzw. keinerlei Schlussfolgerung aus dem Gesehenen aufgezwungen, was das Stück zu einem fruchtbaren Boden für eigene Interpretationen bzw. die Bildung von politischen Urteilen macht.

Felix Westphal, 27.09.2018

Termine

Schülerbetriebspraktikum Kl. 9

Until Fr, 19. Oktober 2018

Elternversammlung Kl. 10

Thema: - Informationen zur GOST - Erste Informationen der Eltern und Schüler bezüglich der Prüfungen Kl. 10 (wenn noch nicht in Elternversammlungen am 04.09.2018 erfolgt)
On Mo, 5. November 2018
Aula BBG

Potenzialanalyse Klasse 8

detaillierter Plan wird noch bekanntgegeben
From Mo, 12. November 2018 Until Do, 15. November 2018