Barfuß auf dem Marienberg

Dem Ursprung des Osterfestes waren wir diese Woche buchstäblich auf der Spur. Für den LER- und Religionsunterricht haben wir einen virtuellen Parcours auf dem Marienberg installiert. An fünf Lernstationen setzten sich die Schüler*Innen der 7. Klassen mit Ostern auseinander, indem sie verschiedene Aufgaben erfüllten. Eine Aufgabe war es barfuß (!) auf die Spitze des Marienberges zu gehen und dann ein Foto von den Füßen zu knipsen. Szenen der biblischen Ostergeschichte wie das letzte Abendmahl, Jesus Verurteilung, die Kreuzigung und Auferstehung waren dabei wie eine Schablone, um unser heutiges Leben zu reflektieren. Oft müssen wir „unbequeme“ Wege gehen! Angesichts der Pandemie ist es heute ganz deutlich. Wir haben Fragen gestellt: Woran leidet die Welt? Woran leiden wir? Woran leidet jemand, der gemobbt wird?
Der Marienberg-Parcours ist eine Art von Kreuzweg. Wir folgen damit einer alten kirchlichen Tradition. Schon seit über 500 Jahren wird die biblische Geschichte von Karfreitag und Ostern im Rahmen von Kreuzwegen erzählt. An einem Weg entlang sind Bilder mit den entsprechenden Abschnitten der Geschichte aufgestellt. Für viele Gläubige war es in der Zeit um Ostern ein wichtiger Brauch, diese Bilder zu betrachten, dabei zu beten und so über ihr eigenes Leben nachzudenken. Danke an den Erlebnispädagogen Andreas Lindauer, der den Parcours mit Hilfe der Actionbound-App für uns geplant war. Dank der App konnte das Osterprojekt sowohl im Distanz- als auch im Präsenzunterricht durchgeführt werden.